Berichte aus Vietnam 2011-2026
Unterhaltsames über Reisen und Leben in Vietnam von Thomas Lüscher, Schweiz/Vietnam
Freitag, 9. Oktober 2026
Opium fürs Volk
Dienstag, 6. Oktober 2026
Verkäufliche Kunst
Freitag, 2. Oktober 2026
Bildende Kunst
Dienstag, 29. September 2026
Sovjet-Geschenk
Samstag, 26. September 2026
Leuchtturm mit Aussage
Gleich neben dem russischen Markt ist die Bücherstrasse.
Eher etwas touristisch, dafür auch mit englischen Titeln.
Etwas versteckt, in der Mitte, steht ein Leuchtturm. Er trägt die Inschrift, unmissverständlich auch auf Chinesisch, «Die Paracelsus- und Spratly-Inseln gehören Vietnam». Immer wieder zanken sich China, die Philippinen und Vietnam über die Territorien im südchinesischen Meer.
Dienstag, 22. September 2026
Auf ein Brotbier beim Russen
In Ho-Chi-Minh-Stadt gibt es nicht nur vietnamesische und chinesische Märkte, sondern auch einen russischen, den Chợ Nga.
Der weitaus grösste Teil des Angebots sind Winterkleider, obwohl man solche definitiv nicht braucht in Vietnam.
Nicht fehlen dürfen Souvenirs wie die Matrjoschkas, die ineinander verschachtelten Holzpuppen (oft fälschlicherweise Babuschkas genannt).
Ich habe es indessen auf Lebensmittel abgesehen. Solche Stände sind jedoch weitgehend verschwunden seit die Russen Krieg führen. Dann bin doch noch fündig geworden.
Russische Würste, Käse, Dosenfisch und Guezli konnten mich nicht zu einem Kauf überzeugen. Noch im Laden genehmige ich mir jedoch ein kühles «Kwas», das populäre Süssgetränk aus vergorenem Roggenbrot (0.45 % Alk.). Gar nicht mal so schlecht, sozusagen das Rivella der Russen. Und dann noch mit (gemalter) Aussicht auf den Roten Platz.
Nach Hause genommen habe ich schliesslich noch zwei Varianten von Kwas: schwarze Johannisbeere aus Vyatka und wilde Beeren vom Vyatka-Wald. Und natürlich auch ein Bier. Aus einer Auswahl der grössten Brauerei «Baltika» wähle ich Nr. 9, ein helles Lager mit 8% Alkohol. Dazu noch etwas Schokolade der Marke «Alenka». На здоровье!
Donnerstag, 17. September 2026
Van Gogh mal anders
Im modernen Teil ennet dem Saigon River besuche ich die «Metashow», die Vincent Van Gogh gewidmet ist.
Zwar hängt hier kein einziges Original des Künstlers, doch wird man eindrücklich in seine Welt versetzt.
Zunächst gibt es einen Abriss seines Lebens. Dann wird einem eine VR-Brille aufgesetzt, und man begegnet ihm höchstpersönlich. Leider kriegt man das auf kein Foto.
Dann taucht man in verschiedenen Räumen in seine Phantasie ein.
Durch Lichteffekte und Spiegel wirken die Räume riesig,
oder einfach nur in sein Zimmer.
In einem 360° Kino werden einzelne Werke gezeigt und erklärt.
Für ein Spiegel-Labyrinth erhält man eine Schaumstoff-Wurst zum tasten, damit man nicht auf Scheiben oder Spiegel prallt.
Genial sind die Bilder, die zum Leben erweckt wurden.
Das Bild «Weizenfeld mit Krähen» hat er kurz vor seinem Suizid geschaffen,
doch unendlich viele Sonnenblumen und Rosen machen Van Gogh unsterblich.

















































