Es gibt noch weitere Namen, die in Vietnam immer wieder auftauchen. Diese Strassenkreuzung geht zurück auf die mythischen Ursprünge Vietnams: Der Legende nach war Lạc Long Quân ein Wasserdrache, Âu Cơ eine Bergfee. Die beiden hatten miteinander 100 Kinder, die den Ursprung des Vietnamesischen Volkes bildeten. Der älteste Sohn wurde der erste Hùng-König (2879 v. Chr., siehe Teil 1). Ein Denkmal gibt es hier nicht.
In der Kolonialzeit hatten alle Strassen in Saigon französische Namen. Diese wurden alle 1954 ersetzt. Mit wenigen Ausnahmen:
(Bild mit KI generiert)
- Ausgerechnet nach einem Schweizer wurden in vielen Ortschaften Vietnams Strassen benannt: Alexandre Yersin (1863-1943), Arzt und Entdecker des Pest-Erregers. Er lebte jahrzehntelang in Vietnam, u.a. als Leiter von Pasteur-Instituten.
- Louis Pasteur (1822-1895), Chemiker, Mikrobiologe und Bierbrauer, war zwar nie in Vietnam, jedoch gibt es mehrere Institute mit seinem Namen. Er gilt als Erfinder der Impfungen, was im tropischen Klima besonders wichtig war.
- weitere Franzosen: Albert Calmette (1863–1933), Nachfolger von Pasteur, Alexandre de Rhodes (1593–1660), Missionar.
Dazu kommen weitere, nicht offizielle Volkshelden:
- Thích Quảng Đức (1897-1963), Mönch, der sich aus Protest selbst verbrannt hat
- Võ Nguyên Giáp (1911-2013), Politiker und General, dem der Sieg über die Franzosen zugeschrieben wird
- Tôn Đức Thắng (1888-1980), Nachfolger von Hồ Chí Minh und erster Präsident der Sozialistischen Republik Vietnam
- Võ Thị Sáu (1933-1952), Märtyrerin gegen die französische Kolonialherrschaft



















































