Endlich hat's einmal geklappt:
Ich habe die Abstimmungsunterlagen aus der Schweiz erhalten. Sollte gerade noch reichen für die Rücksendung. Tut mir leid für die SRG.
Unterhaltsames über Reisen und Leben in Vietnam von Thomas Lüscher, Schweiz/Vietnam
Endlich hat's einmal geklappt:
Ich habe die Abstimmungsunterlagen aus der Schweiz erhalten. Sollte gerade noch reichen für die Rücksendung. Tut mir leid für die SRG.
Spätestens seit den 60er Jahren zeigt sich der Aufbruch in Saigon in der allgegenwärtigen Architektur der Moderne. Die Baustile können nicht klar abgegrenzt werden, haben aber eines gemeinsam: Die Architekten lieben es, die kreativen Möglichkeiten mit dem Baustoff Beton (Vietnamesisch bê tông) auszuschöpfen. Zwei Beispiele liegen gleich nebeneinander an der Kreuzung Dien-Bien-Phu/CMT8:
Das Thorakao-Haus ist klar ein Vertreter des Brutalismus, ist aber aufgelockert mit einer geschickten Bepflanzung.
Futuristisch und eher zu einem Flughafen passend ist hingegen ausgerechnet der Sitz des Frauenmagazins der kommunistischen Partei.
Die Kommunisten lieben aber doch eher den bunkerartigen Brutalismus wie diesen Rundbau, ein Ausbildungszentrum der Partei.
Andere Verwaltungsgebäude sind eher schlicht, aber trotzdem modernistisch gestylt. Wie auch dieses Sekundarschulhaus:
Soeben ist das erste Flugzeug auf dem neuen Flughafen Ho Chi Minh City - Long Thanh gelandet.
Der Dreamliner war auf dem jetzigen Flughafen SGN gestartet und flog eine Schlaufe über Vũng Tàu.
Letzte Woche wurde die Pistenbeleuchtung mit 100% LED-Leuchtmitteln in Betrieb genommen.
(Bild ©ĐồngNaiOnline)
Jetzt geben sie wirklich Gas. Am 19. Dezember sollen erste Passagiermaschinen aus Hanoi landen und im Juni 2026 alle Langstreckenflüge von SGN hierher verlegt werden. Die Sache hat nur einen Haken: Die Planung der Verkehrsanbindung in die Stadt wurde viel zu spät begonnen. Eine Metrolinie ins Stadtzentrum und zum Flughafen SGN ist frühestens 2030 zu erwarten. Einige Autobahn-Teilstücke sind im Bau. Auf dem aktuellen Strassennetz dauert eine Autofahrt vom neuen Flughafen ins Stadtzentrum mindestens zwei Stunden.
Ein weiteres Kapitel zum Thema "bizarre food": Heute geniesse ich in der Bierhalle diese Delikatesse:
Eine Art Hacktätschli. An Stelle von Rindfleisch wird es aus Sandwürmern (Tylorrhynchus Heterochetus) hergestellt. Nachdem im heissen Wasser die Tentakeln entfernt wurden, sehen sie so aus:(Bild: Wikipedia)Die Würmer werden vermischt mit Ei, Zwiebeln, Mandarinenschalen und Gewürzen. Das gebratene Endprodukt ist wirklich äusserst lecker. Ich werde es definitiv wieder bestellen.
Ebenfalls eine Spezialität aus Nordvietnam ist der zweite Gang: ohne Fett knusprig gebratene Schweinebacken mit eingelegten Gurken.
Und als Beilage statt langweiligen Pommes: frittierte Süsskartöffelchen.
Alles in allem, zusammen mit dem süffigen Frischbier, ein absolut ausgezeichnetes Abendessen.
In Vietnam kann man überall aus traditionell Vietnamesischen, Chinesischen (TCM) und westlichen Apotheken auswählen. Schon früh haben sich Vietnam und China ausgetauscht und gehandelt. Deshalb hat ihre Medizin gewisse Gemeinsamkeiten. Und doch bleiben es bis heute zwei eigenständige Fachrichtungen, und jede will die bessere sein.
Über die traditionelle Vietnamesische Medizin gibt es im District 10 ein interessantes Museum in einem verwinkelten alten Haus.
Im Gegensatz zu den staatlichen Museen ist es mit sehr viel Liebe zum Detail eingerichtet.
Auf 5 Etagen werden die (philosophischen) Ursprünge, historische Apotheken, ihre Gerätschaften und Gefässe sowie unzählige Bilder und Systematiken der Heilpflanzen und -Pilze gezeigt.
Ein weiteres verstecktes Schmuckstück Vietnamesischer Kultur.