Dienstag, 22. September 2026

Auf ein Brotbier beim Russen

In Ho-Chi-Minh-Stadt gibt es nicht nur vietnamesische und chinesische Märkte, sondern auch einen russischen, den Chợ Nga. 


Der weitaus grösste Teil des Angebots sind Winterkleider, obwohl man solche definitiv nicht braucht in Vietnam. 


Nicht fehlen dürfen Souvenirs wie die Matrjoschkas, die ineinander verschachtelten Holzpuppen (oft fälschlicherweise Babuschkas genannt).


Ich habe es indessen auf Lebensmittel abgesehen. Solche Stände sind jedoch weitgehend verschwunden seit die Russen Krieg führen. Dann bin doch noch fündig geworden. 


Russische Würste, Käse, Dosenfisch und Guezli konnten mich nicht zu einem Kauf überzeugen. Noch im Laden genehmige ich mir jedoch ein kühles «Kwas», das populäre Süssgetränk aus vergorenem Roggenbrot (0.45 % Alk.). Gar nicht mal so schlecht, sozusagen das Rivella der Russen. Und dann noch mit (gemalter) Aussicht auf den Roten Platz.


Nach Hause genommen habe ich schliesslich noch zwei Varianten von Kwas: schwarze Johannisbeere aus Vyatka und wilde Beeren vom Vyatka-Wald. Und natürlich auch ein Bier. Aus einer Auswahl der grössten Brauerei «Baltika» wähle ich Nr. 9, ein helles Lager mit 8% Alkohol. Dazu noch etwas Schokolade der Marke «Alenka». На здоровье!